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Neue SARS-CoV-2-Umgangsverordnung Brandenburg & Hygienerahmenkonzept für Kinos und Kultureinrichtungen

Klare Corona-Regeln bei deutlich steigenden Infektionszahlen

 

Die Corona-Neuinfektionen steigen in ganz Deutschland drastisch an. Das Brandenburger Kabinett hat deshalb am 20. Oktober  – unter Berücksichtigung des Beschlusses der Bundeskanzlerin und der Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder vom 14. Oktober – die landesweit geltende SARS-CoV-2-Umgangsverordnung mit klaren Regeln bei deutlich steigenden Infektionszahlen ergänzt:

 

Das gilt bei einer 7-Tages-Inzidenz über 35

Wird in einem Landkreis oder in einer kreisfreien Stadt innerhalb der letzten sieben Tage die Marke von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner überschritten, gilt dort nach der geänderten Corona-Umgangsverordnung zusätzlich:

Veranstaltungen: maximal 250 zeitgleich anwesende Gäste draußen bzw. 150 drinnen.

Wichtig: „In diesem Fall gilt die Umgangsverordnung, nicht die Großveranstaltungs-verordnung!

Private Feiern: maximal 15 Personen im privaten Wohnraum bzw. maximal 25 Personen in öffentlichen oder angemieteten Räumen

Wichtig: Veranstalter:innen müssen private Feiern mit mehr als 6 zeitgleich anwesenden Gästen außerhalb des eigenen Haushaltes mindestens drei Werktage vorher dem zuständigen Gesundheitsamt unter Angabe des Veranstaltungsortes und der geplanten Anzahl der Teilnehmenden formlos anzeigen. Das gilt sowohl für private Feiern im privaten Wohnraum als auch in angemieteten Räumen. Private Fei-ern sind nicht genehmigungspflichtig.

Alkohol-Ausschankverbot: Gaststätten, Kneipen und Bars dürfen in der Zeit von 23 bis 6 Uhr keinen Alkohol ausschenken.

Mund-Nasen-Bedeckung gilt:

  • in Gaststätten für die Beschäftigten mit Gästekontakt sowie Gäste, die sich nicht auf ihrem festen Platz aufhalten; dies gilt auch bei geschlossenen Ge-sellschaften in Gaststätten oder sonstigen für Feierlichkeiten angemieteten Räumlichkeiten,
  • in Büro- und Verwaltungsgebäuden für die Beschäftigten sowie Besuche-rinnen und Besucher, sofern sie sich nicht auf einem festen Platz aufhalten und der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht sicher eingehalten werden kann,
  • für Nutzerinnen und Nutzer von Personenaufzügen
  • NEU: überall dort, wo Menschen auf öffentlichen Wegen, Straßen und Plätzen dichter bzw. länger zusammenkommen (z.B. Fußgängerzonen) – das muss vom Landkreis bzw. der kreisfreien Stadt per Allgemeinverfügung angeordnet werden

 

Das gilt bei einer 7-Tages-Inzidenz über 50

Wird in einem Landkreis oder in einer kreisfreien Stadt die kritische Marke von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in den vergangenen sieben Tagen überschritten, gilt dort nach der Corona-Umgangsverordnung zusätzlich:

Veranstaltungen: maximal 150 zeitgleich anwesende Gäste draußen bzw. 100 drinnen
Private Feiern sind im privaten Wohnraum und im dazugehörigen befriedeten Besitztum mit mehr als zehn zeitgleich Anwesenden aus mehr als zwei Haushalten bzw. in öffentlichen und angemieteten Räumen mit mehr als zehn zeitgleich Anwe-senden untersagt.

Kontaktbeschränkungen im öffentlichen Raum: maximal 10 Personen oder ein Haushalt;

Sollte die 7-Tages-Inzidenz die 50er Marke für mindestens 10 Tage ununterbrochen überschreiten: maximal 5 Personen oder ein Haushalt – muss vom Landkreis bzw. der kreisfreien Stadt per Allgemeinverfügung angeordnet werden

 

 

Hygienerahmenkonzept für Kinos und Kultureinrichtungen

 

Am 6. Oktober 2020 hat das Brandenburger Kabinett einen Beschluss zur SARS-CoV-2-Umgangsverordnung gefasst, der seit 11. Oktober 2020 in Kraft ist.

Mit Blick auf das Kulturleben im Land Brandenburg eröffnen die neuen Bestimmungen die grundsätzliche Möglichkeit, in Theatern, Opern, Konzerthäuser und vergleichbaren Kultureinrichtungen, in denen Veranstaltungen mit Publikum durchgeführt werden, den Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Sitzplätzen auf bis zu 1,0 Meter zu reduzieren. Ziel ist es dabei, mehr Publikum und eine bessere Auslastung der Kulturveranstaltungen bei aller gebotenen Vorsicht zu ermöglichen. Daher ist die Ausnahme vom Mindestabstand an bestimmte Voraussetzungen geknüpft, die im Einzelnen in einem gemeinsam von MWFK und MWAE erarbeiteten Hygienerahmenkonzept für Kinos und Kultureinrichtungen des Landes Brandenburg geregelt werden. Auf dieses Konzept nimmt die neue Umgangsverordnung in § 1 Abs. 2 in Verbindung § 8 Abs. 2 Satz 2 Bezug. Darin werden folgende Voraussetzungen für die sog. Schachbrettmuster-Platzierung im Aufführungssaal festgelegt:

„Sofern eine geeignete raumlufttechnische Anlage im Veranstaltungssaal vorhanden ist und Mund-Nasen-Bedeckungen von allen Besucherinnen und Besuchern durchgehend getragen werden, kann der Mindestabstand zwischen den Sitzplätzen im Veranstaltungssaal auf bis zu 1,0 Meter reduziert werden. In diesem Fall ist der Verzehr von Speisen und Getränken am Platz nicht zulässig. … Bei der Anordnung bzw. Zuweisung der Sitzplätze ist die Einhaltung des jeweils erforderlichen Mindestabstands in alle Richtungen zu gewährleisten (sog. „Schachbrettmuster“). Das einfache oder doppelte Freihalten lediglich des rechten und des linken Sitzplatzes ist nicht ausreichend.“

Im Übrigen gilt auch weiterhin für Kulturveranstaltungen jedweder Art die Generalnorm der Umgangsverordnung für Versammlungen und Veranstaltungen. Veranstalter*innen müssen danach die Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln sicherstellen (Einhaltung des allgemeinen Abstandsgebots, Steuerung und Beschränkung des Zutritts und des Aufenthalts von Personen, regelmäßiger Austausch der Raumluft durch Frischluft und Erfassen von Personendaten).

Kontakt

Landesverband
Freier Theater Brandenburg e.V.
Charlottenstraße 121
14467 Potsdam
+49 (0)331 · 28 05 20 7/8
post (hello@spam.com) freie-theater-brandenburg.de

 

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