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Latex

Soloperformance

  • Latex (c) César Martins

Im hautengen Latex-Kleid vollführt eine Tänzerin Schritte und Bewegungen, die an Flamenco, an den Ausdruckstanz der 20er Jahre und an den Discodance der 80er Jahre erinnern. Soweit ist alles ganz normal – wären da nicht zwei Merkwürdigkeiten, die im Detail lauern: Der Saum des Kleides ist am Boden festgenagelt. Da Latex einen Dehnkoeffizienten von 2,5 besitzt, kann er bis zur zweieinhalb-fachen Länge seines Normalzustands gestreckt werden. Die tänzerische Expansion ist also bis zum Dehnungskoeffizienten von 2,5 möglich.

Damit die Tänzerin die Balance behält, hat Maren Strack eine besondere Variante des Gegengewichts gewählt: Ihre langen roten Haare sind zusammengebunden an einem Drahtseil befestigt, das wie ein Flaschenzug über zwei an der Decke installierte Rollen läuft. Am anderen Ende des Drahtseils hängt eine Nähmaschine, die sich im Rhythmus der tänzerischen Bewegung hebt und senkt.

Der Sound zum Tanz entsteht live während der Performance: Zum einen macht Latex bei der Dehnung seltsame knirschende, klatschende und quietschende Geräusche, zum andern rattert die Nähmaschine fröhlich vor sich hin. In das Latexkleid sind außerdem Mundsirenen eingearbeitet, mit denen Maren Strack sozusagen tänzerisch atmend pfeifende Töne entlockt.

Als Bildhauerin setzt sich Maren Strack in „Latex“ mit eben diesem Material auseinander. Als Tänzerin lotet sie die Beweglichkeit des Stoffes aus.

„Ich wollte mit der Performance der Leichtigkeit einer Ballerina
etwas entgegensetzen, die anscheinend keine Schwerkraft kennt.
Im Gegensatz dazu wollte ich ein Übermaß an Schwerkraft!“

(Maren Strack im Interview mit Peter Funken, in : Art Reviews, 2001)

(Text: Christiane Pfau)

 

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Maren Strack
Sandseestr. 3
16547 Birkenwerder
Tel.: 03303/59 61 744
Mail: post (hello@spam.com) maren-strack.de
Web: www.maren-strack.de

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