Kleine Theatergeschichte
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vorher   fahrende Schauspieltruppen spielen in Gasthöfen, Scheunen und auf Marktplätzen, heidnische Bräuche sind noch nicht verdrängt (Mummenschanz, Spektakel, Mordspektakel, Comedia del Arte, höfische z.B. Kreise Schäferspiele)
22.9.1589   Ein Seiltänzer balanciert auf einem Seil mit einer Schubkarre zur Spitze des Ostgiebels der Marienkirche in Prenzlau
4.2.1659   Edikt vom Großen Kurfürsten Friedrich Wilhelm in dem er „…Fastnachtsspiele, Mummenschanz, Gaukeley,…den Verkauf von Wein, Bier und Bratwürsten…, Zusammenkünfte in Handwerksherbergen…“ bei Androhung hoher Geldstrafen verbietet.
Um 1680   Klagen über „Weihnachtsunfug der studierenden Jugend“, die des Abends umherzog und unter Beteiligung von Knechten, Mägden, Lehrjungen einen höllischen Lärm machte:“Was müssen die Juden gedencken von unserem Messi wenn sie unsern heiligen Christ sehen und hören daher kommen, in Begleitung vieler Jungen und Mägde, mit Spiessen und Stangen, mit vielen schellen, mit grossem Geschrey und Klatschen der Peitsche
2.1.1678   Eröffnung des Opernhauses in Hamburg (erste öffentliche Opernhaus Deutschlands)
17.12.1686   Edikt vom Großem Kurfürst „Unsern Gruss zuvor, Ehrwürdige, Ehrenfeste, Wohlgelahrte, Weise gute Gönner und Freunde ect. Nachdem viele Prediger und andere vielfältig geklaget, dass gegen die Weihnachts-Feste mit dem sogenannten heiligen Christ umgehen viel sehr ärgerliche Dinge vorkommen, sogar Comedien und Possenspiele dabey gemachet und getrieben werden, Se Churfl. Durchl. Unser gnädigster Herr, aber solche Aergerniss durchaus abgeschafft wissen wollen; als befehlen Namens Deroselben Wir Euch solche Argerniss gänzlich abzuschaffen und darüber ernstlich zu halten. Es geschieht daran Sr.Chf. Durchl.Wille und wir seynd Euch mit Freundschaft gewogen.“
1709   erste Erwähnung eines Auftritts einer französischen Schauspieltruppe während des Drei-Königtreffens im Potsdamer Marstall (heute Filmmuseum)
18.12.1711   Order vom Friedrich I „Von Gottes Gnaden, Friedrich, König in Preussen pp. Unsern pp. Weil mit denen Lichter-Cronen auf dem Christabend viel Gaukelei, Kinderspiel und Tumult getrieben wird, als befehlen wir euch hiermit nicht allein solche Christ- und Lichterkronen gänzlich abzuschaffen, sondern des Nachmittags um 3 Uhr zu halten. Daran Geschieht unser Wille, Und seynd Euch mit Gnaden gewogen.“
23.12.1739   Order von Friedrich Wilhelm I sämtliche Kirchen Nachmittags zu schließen „wegen der Christabend-Ahlefanzereien“ ( es wird darüber geklagt, dass in märkischen Kirchen bei der Schilderung der Geburt Christi die Geistlichen die Laute von Ochs und Esel nachahmen, worauf die Gemeinde mit kräftigen Muh antwortet oder gewaltig I-Ah schrie. Oft bliesen die Hirten dazu „aus Leibeskräften auf ihren unharmonischen Berufsinstrumenten“. Auch Knarren und andere Lärmgeräte ertönten.
7.12.1742   Eröffnung der Lindenoper Berlin
1744   Einbau eines Theaters ins Potsdamer Stadtschloß (bis 1801)
1750   Potsdamer Spielstätte für Wandertheater in ehem. Russ. Kapelle a. Stadtkanal (1777 verboten durch König Friedrich II)
1755   Frankfurt/Oder Theatergesellschaft Ackermann führt im Ballhaus vor den Toren der Stadt „Miß Sara Samson“ UA in Anwesenheit Lessings auf
1768   Theater im Neuen Palais (heute Schloßtheater)
1771   Operettentheater in der Orangerie des Schwedter Schloß
1774   Theater im Schloß Rheinsberg
1777   Umbau des Prenzlauer Reitstalles in ein Komödienhaus
1791   Bau des Theaters im Schloß Charlottenburg ( bis ca 1890)
1792   Eröffnung des Opernhauses „La Fenince“ in Venedig
1799   Cottbus Aufführungen im Fürstensaal des Schlosses (Caroline Leutner Truppe)
1793-96   Potsdamer Kanaloper, Hoftheater, später Stadttheater (1945 zerstört)
1.1.1802   Eröffnung des Berliner Schauspielhauses mit Kotzebues „Kreutzfahrer“
1804   Cottbus Theater vor dem Lockowschen Thore ( wenige Jahre Theater in 2 Gasthöfen am Altmarkt)
1806-1812   Während der napoleonischen Besetzung zw. 1806 und 1813 kam das königliche Theater zum Erliegen, nur die Privatbühnen und Wandertheater spielten, was zur ersten polizeilich begleiteten preußischen Theaterzensur führte, denn neben antinapoleonischen Äußerungen wurde auch das Sehnen nach Freiheit, Gleichheit Brüderlichkeit artikuliert.
1815   Ende der Befreiungskriege/Steinsche -Hardenbergsche Städtereformen
1815   Brandenburg/Havel (Scheunentheater)
1816   Frankfurt/Oder Umbau der franz.-ref. Kirche zum Theater
1820   Guben Liehr`sche Theater
1827   Eröffnung der Berliner Singakademie (heute Maxim Gorki Theater)
2.9.1832   Einweihung des Prenzlauer Schauspielhauses
1834   Potsdam Theater und Konzertsaal im Gasthof Schilp
1842   Frankfurt/Oder Stadttheater (1945 zerstört)
1849/50   Eröffnung des Friedrich-Wilhelmstädtischen Theater das heutige „Deutsche Theater“
1869   Gewerbefreiheit
1871   Brandenburg/Havel Stadttheater (1945 zerstört)
1874   Guben Stadttheater (1945 zerstört)
1892   Eröffnung des „Theaters unter den Linden“ (1898 Metropol-Theater seit 1947 „Komische Oper“)
19.11.1892   Eröffnung des „Theater am Schiffbauerdamm“ seit 1954 Spielstätte des 1949 gegründeten „Berliner Ensemble“
1900   Potsdam Konzerthaus ( ab 1945 Haus der Offiziere)
1906   Max Reinhardt erwirbt das Deutschen Theaters und eröffnet auf dem Nachbargrundstück die „Kammerspiele“
1908   Cottbus Eröffnung des Stadttheater heute „Staatstheater Cottbus“
7.11.1912   Eröffnung der Charlottenburger Oper (Deutsche Oper)
30.12.1914   Eröffnung der „Volksbühne“ am Bülowplatz (heute Rosa Luxemburg Platz)
1918   Ende des ersten Weltkrieges Ausrufung der Republik
1920   Nach dem ersten Weltkrieg wurde Brandenburg durch den Versailler Vertrag zur Grenzprovinz erklärt und 1920 Groß-Berlin gebildet was für die Preußische Provinz Brandenburg ein Zurückgehen der Steuerkraft um zwei Drittel bedeutete.
1927   Stadttheater Luckenwalde Neubau (in Zusammenhang mit einem Schulneubau)
ca. 1929   Durch die sich zusätzlich verschlechternden wirtschaftlichen Verhältnisse (Weltwirtschaftskrise, Inflation), die fast zum Erliegen der Wirtschaft und des öffentlichen Lebens führte, sah sich die Provinzialregierung genötigt, die städtischen Theater zu bezuschussen, die Landesförderung setzte ein.
1944   im Rahmen des totalen Krieges werden alle Theater geschlossen
1945   Stadttheater Potsdam, Brandenburg, Guben, Frankfurt/Oder zerstört.
Potsdam, Frankfurt/Oder, Brandenburg erhalten auf Befehl der sowjet. Militäradministration provisorische Spielstätten (meist ehem. Gasthöfe )
1946   Senftenberg (Theater der Bergarbeiter)
1955   Eisenhüttenstadt (Multifunkt.-Theater, Kino, Estradenprogramme, Ausstellungen)
1960   Gründung des ersten staatlichen Dorftheaters in Prenzlau
1975   Frankfurt/Oder Gründung des Staatliches Puppentheater
1978   Kulturhaus Schwedt (Uckermärkische Bühne) eröffnet
1989   Gründung theater 89
1990   Grundsteinlegung Theater Potsdam kurz danach durch Beschluß der Stadtverordnetenversammlung Abriß
1990   Gründung fabrik Potsdam-Tanztheater + Companie
1990   Cottbus Gründung TheaterNative C-2000
1991   Cottbus Gründung piccolo-theater (Kinder und Jugendtheater)
1992   Frankfurt/Oder Rechtsträgerwechsel des Puppentheaters zum Kleines Theater e.V.
1993/94   Potsdam Einzug Havarie (1992 gegr.) u. Degater`87 (1987 gegr.) ins Waldschloss
1994   Cottbus- Umzug piccolo-theater in neue Spielstätte
1996   Frankfurt/Oder Umzug in neue Spielstätte und Namensänderung des Kleinen Theaters in Theater des Lachens e.V.
1996   theater 89 betreibt „DAS HAUS“ in Niedergörsdorf als Depandanc
1997   Cottbus-Umwandlung piccolo-theater in GmbH
1997   Cottbus Gründung der Companie Tanz und Kultur ab 1999 Dance Companie Bettina Owczarek
2000   Einweihung Theater-und Kongreßzentrum Brandenburg
2001   Einweihung Kleistforum Frankfurt/Oder
2005/06   Voraussichtliche Eröffnung Theaterneubau Potsdam