TON UND KIRSCHEN WANDERTHEATER

Ton und Kirschen ist ein Wandertheater, das 1992 von Margarete Biereye und David Johnston gegründet wurde. Beide hatten eine 20-jährige Theatererfahrung mit dem englischen »Footsbarn Travelling Theatre«, als sich ihnen die Möglichkeit eines Spiel- und Lebensortes in Werder (Havel) bot. Seitdem entstanden unter ihrer künstlerischen Leitung 16 Produktionen. Heute gehören zur Theatergruppe neun Schauspieler und Musiker aus Deutschland, England, Frankreich, Kolumbien und Russland. Ton und Kirschen spielt hauptsächlich in Deutschland, insbesondere im Land Brandenburg, wird aber oft zu internationalen Festivals in ferne Länder eingeladen. Ton und Kirschen ist eine lokale Theaterkommune, deren Heimat die Welt ist. Es bringt sein Theater mit, baut je nach Bedarf Tribüne, Licht- und Tontechnik auf, um auf öffentlichen Plätzen unter freiem Himmel oder in Sälen zu spielen.

»Selbst als Katoniker und Magersüchtiger ist Bartleby nicht der Kranke, sondern der Arzt eines kranken Amerika, der Medicine-man, der neue Christus oder unser aller Brüder.«
Gilles Deleuze apropos Bartleby der Schreiber nach der Novelle von Herman Melville

Kontakt:
Ton und Kirschen Wandertheater
Dr.-Külz-Straße 116
14542 Werder/Havel
Tel/Fax: 03327-40411
Mobil: 0171-5812032
e-mail: contact@tonundkirschen.de
web: www.tonundkirschen.de

Künstlerische Leitung: Margarete Biereye, David Johnston
Organisation: Catherine Launay
Mobil: 0163-8666215


»Bartleby der Schreiber«

Repertoire 2017

»Bartleby der Schreiber«
Nach Herman Melville
Als Schreiber in einer New Yorker Kanzlei ist Bartleby eigentlich der ideale Angestellte, hingebungsvoll fleißig, rechtschaffen und still. Doch leise und sanftmütig spricht er auch, immer wieder, den einen Satz, der seinen Vorgesetzten in die Verzweiflung treibt. »Ich möchte lieber nicht.« Sein Aufbegehren gegen ein gleichförmiges Büroleben und schließlich gegen das Leben überhaupt macht ihn zu einer zentralen Figur der modernen Weltliteratur.

»SHAKESPEARES SONETTE«
nach William Shakespeare
Das Thema, um das die Sonette kreisen, ist das trivialste und älteste, das die Dichtung kennt – die Liebe. Doch wie Shakespeare dieses Thema angeht, das ist noch heute atemberaubend aktuell. Denn hier schreibt einer im Exzess, wissend, dass unser Dasein endlich ist, gegen die Sterblichkeit des Fleisches und für die Unsterblichkeit des Wortes. (Christa Schuenke, Übersetzerin von Shakespeares Sonette).

»HANS IM GLÜCK«
von Bertolt Brecht.
Ein unvollständiges Jugendwerk von Bertolt Brecht, inspiriert von dem Märchen der Brüder Grimm. Dieses Fragment gab unserer Theatergruppe Anregung, mit all ihren künstlerischen und handwerklichen Fähigkeiten ein poetisch beschwingtes Theaterstück zu entwickeln, das unter freiem Himmel oder in Sälen für ein vielschichtiges Publikum gespielt werden kann.